Häufig gestellte Fragen

Ich habe jetzt normalen Rasen: Wie lege ich so eine "Blumenwiese" an?

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Blumenwiese anzulegen. Einige Grundsätzen sollten beachtet werden.

Grundsätzlich gilt: Heimische Wiesenpflanzen brauchen grundsätzlich eher mageren, durchlässigen Boden!

 

Möglichkeit 1: Abmagern des vorhandenen Bodens:

Da unsere Böden fast überall zu nährstoffreich sind, muss in der Regel "abgemagert" werden. Dies gelingt zum Beispiel durch das Aufbringen oder Untermischen von magerem Substrat, zum Beispiel Kiessand (Körnung 0-16) im Verhältnis 30:70 (unkrautfreier Kompost / bestehender Boden : Mageres Substrat). Auch Kalkschotter der selben Körnung und im selben Mischungsverhältnis eignet sich. Genauso kann Unterboden verwendet werden. Unterboden ist alles, was beim Aushub etwa eines Hauses unterhalb der obersten 30 cm Schicht zum Vorschein kommt. Mische das magere Substrat mit der vorhandenen Gartenerde mit einer Fräse unter oder überfülle den vorhandenen Rasen mit ca. 20 cm magerem Substrat, um ein unkrautfreies Saatbett herzustellen. Für die besten Keimbedingungen sorgt eine Auflage unkrautfreiem Kompost aus dem Kompostwerk (ca. 1 cm). Nun ist der Boden fertig vorbereitet für eine Ansaat!

 

Möglichkeit 2: Grasnarbe entfernen, ansäen:
Wenn du deinen Boden nicht abmagern möchtest, ist es zumindest zwingend notwendig, die vorhandene Grasnarbe sehr großflächig aufzureißen und die Grassoden heraus zu rechen oder noch besser: Du entfernst die Grasnarbe vollständig, ehe du das Saatgut verteilst! Ein feinkrümeliger Untergrund bietet die besten Startbedingungen. Kompost ist bei dieser Methode nicht nötig!

 

Das Saatgut wird dann oben auf gestreut und angedrückt, z. B. mit einer Walze. Das Saatgut NICHT in den Boden einarbeiten!

 

 

Wann ist die beste Zeit für eine Ansaat?

 

Da es sich bei unserem Saatgut um Wildblumensaatgut handelt, kann dieses zu jeder Jahreszeit ausgebracht werden. Wenn es zu trocken ist, wie häufig im Juni, Juli und August, keimen die Samen in der Regel nicht. Sie befinden sich in "Trockenstarre" und warten ausrechend feuchtes Wetter ab. Ein Gewitterschauer reicht in der Regel nicht aus. Ist es – gerade im zeitigen Frühjahr – immer wieder sehr kalt, schadet es den Samen und Keimlingen i. d. R. ebenfalls nicht. Es gibt sogar einige Arten die zu den Kaltkeimern zählen und damit eine längere Kälteperiode benötigen, um überhaupt zu keimen. Sie können also auch bei Frost bedenkenlos säen. Ein Saum oder eine Wiese benötigen ohnehin zwei bis drei Jahre, bis der Großteil der Samen gekeimt ist. Es ist also meist auch nach einer Dürre oder einer langen Kältewelle, die einige Keimlinge vernichtet hat, noch genügend Saatgut-Potential auf der Fläche verfügbar.

 

 

Fressen mir Vögel meine Samen weg?

 

Ja, das kann passieren. Säen Sie daher am besten im Frühjahr kurz vor der Vegetationsperiode zwischen Mitte März und Ende April oder im Herbst ab Anfang September bis Ende Oktober, damit die Samen möglichst schnell keimen und anwachsen können. Seien Sie sicher, die Vögel finden nicht jedes Saatkorn. ;-) Drücken Sie das Saatgut mit einer Walze oder mit Brettern an den Schuhen fest. So sind viele Körner saatkorntief im Boden und somit nicht sofort sichtbar für Vögel. Leichtes Wässern sorgt ebenfalls für bündigen Schluss zum Boden.

 

 

Wo ist der Unterschied zwischen Wiese & Saum? Welches Saatgut wann?

 

Dauerhafte Wiesen entwickeln sich über einen Zeitraum von ca. drei Jahren. Im ersten Jahr sehen wir z. B. Kornblumen und Mohnblumen als dominierende Arten (einjährige Stauden). Im zweiten Jahr z. B. Natternkopf, Königskerze und Co. (alle zwei- und mehrjährigen Stauden). Ab dem dritten Jahr setzen sich dauerhafte Stauden durch wie z. B. Wiesen-Margerite, Wiesen-Wittwenblume, etc. (ausdauernde Stauden). Diese Wiesen werden ein bis zwei mal pro Jahr gemäht, das Mähgut wird entfernt. Gut ist eine Mahd ca. im Juni und eine im Oktober / November. So entwickelt sich über die Zeit eine dauerhafte Blumenwiese. Geeignetes Saatgut: Frischwiese / Fettwiese (eher nährstoffreicher Boden), Blumenwiese (mittelmäßig nährstoffreicher Boden), Pflaster- und Schotterrasen (Wiese auf Kalkschotter), Mager- und Sandrasen (Wiese auf Sandboden). 

 

Der sog. Saum kennzeichnet Bereiche in der Natur, die häufig gestört werden. Oft sind das Übergänge zwischen Wald und Wiese: Der Waldrand, Übergänge zwischen Wegen und Wiesen: Der Wegrand, Übergänge zwischen Wasser und Land: Das Ufer, etc. (https://de.wikipedia.org/wiki/Saum_%28Biotoptyp%29) Säume sind (i. d. R.) gekennzeichnet durch Pflanzen, die offenen Boden brauchen, um zu wachsen. Also unsere typischen zwei- und mehrjährigen Stauden. Diese Arten verschwinden in dauerhaften Wiesen. Sie brauchen immer wieder offenen Boden / Störstellen, um neu zu wachsen. In der Natur stehen sie oft auf sog. "Unkrautfluren". Diese Pflanzen eignen sich für Staudenbeete, "Blumenhecken", Untersaat von Gehölzpflanzungen, etc. Sie werden – entgegen der Blumenwiese – nur einmal im Jahr gemäht und zwar nach dem Winter im Frühjahr (jeweils der Aufwuchs vom Vorjahr!). Säume "vergrasen" in der Regel mit der Zeit und werden daher im Garten nach ca. 5 bis 15 Jahren neu angelegt oder es wird in Kauf genommen, dass die Pflanzen über die Zeit verschwinden. Saatgut: Wärmeliebender Saum, Bunter Saum, Schmetterlings- und Wildbienensaum, etc.

 

 

Wie pflege ich mein Saumbeet korrekt?

 

Säume in der Sonne werden max. 1x pro Jahr oder alle zwei Jahre gemäht, das Mähgut wird vollständig entfernt. Bei Saumbeeten, die im Schatten angelegt werden, verbleibt der Aufwuchs auf dem Beet. Er wird im Frühjahr herunter geschnitten und als Mulchschicht aufs Beet gelegt. Es wird der Lebensraum "Wald" nachempfunden.

 

Der Boden für Schattenbeete ist übrigens ideal sandig, durchlässig und mit ca. 50% unkrautfreiem Kompost aufbereitet. Laub und abgestorbenes Holz bringt den richtigen Flair und sorgen als Mulchschicht für das nötige Substrat zum Wachstum aller Pflanzen, die wir im Schatten finden.

 

 

Wie pflege ich meine Wiese?

 

Wiesen brauchen Pflege um dauerhaft zu funktionieren. Ca. einmal pro Jahr muss jede Wiese gemäht werden. Das Mähgut entfernen! Ideal mit Sense oder Balkenmäher mähen, damit die reifen Samen nicht durch das Vakuum-Saug-System des Rasenmähers mit entfernt werden und die Pflanzen sich mit der Zeit weiter verbreiten können.

 

Gießen oder Düngen ist bei einer Wiese nicht nötig!

 

 

Wann kann ich ansäen?

 

Eine Ansaat ist zu jeder Zeit möglich. Am besten eignet sich das zeitige Frühjahr (Februar bis Ende April) und der Herbst (August bis November). 

 

 

Wieso liefert ihr keinen Füllstoff?

 

Füllstoff wird nur gebraucht, wenn das Saatgut auf großen Flächen maschinell ausgebracht wird. Wenn es dir darum geht, das Saatgut gleichmäßig zu verteilen, mische es mit Sand oder sterilem Kompost in einem großen Eimer. :-) So kannst du gut per Hand säen.

 

 

Welcher ph-Wert im Boden ist ideal?

Ideal für eine Blumenwiese sind basische Böden. Wenn ihr Boden eher sauer ist, können Sie durch Beigabe von Kalk oder durch das Aufbringen von Kalkschotter als Untergrund einen basischen Boden erzeugen.

 

 

Wie viel Saatgut ist nötig?

 

Die entsprechenden Angaben zu Mengen Saatgut / qm finden Sie beim entsprechenden Saatgut! Besser zu wenig als zu viel Saatgut aufbringen! Zu viel Saatgut / qm kann dazu führen, dass sich manche Arten dominant etablieren, andere gar nicht!

 

 

Ich hätte gerne Mohnblumen (dauerhaft) – geht das?

 

So schön die Einjährigen Pflanzen wie Ringelblumen, Mohnblumen, Kornblumen etc. auch sind, sie sind eben nur Einjährig. Damit sie im kommenden Jahr erneut gedeihen, ist ein Umbruch der Fläche in der Regel nötig! Daher sind es auch Acker-Begleitkräuter. ;-)

 

 

Wieso sieht meine Wiese nicht bereits nach einigen Wochen schon perfekt aus?

 

Die beste Zeit für eine Ansaat ist Herbst (ab Ende August, bis Ende November) und das zeitige Frühjahr (nach der Schneeschmelze bis spätestens Ende April). Wieso ist das so? Keimlinge brauchen Wasser und der Boden sollte bestenfalls mehrere Wochen feucht bleiben nach der Ansaat. Es kann bei einer Ansaat im Sommer dazu kommen, dass Keimlinge vertrocknen.

 

Es ist normal, wenn sich die ersten 8 bis 12 Wochen nach der Aussaat trotz Wässerung noch keine Keimlinge zeigen! Bei einer Herbstaussaat kann es bis zum April oder Mai des Folgejahres dauern, bis sich die Keimlinge bzw. erste Pflanzen zeigen. Wir raten, mindestens 3 bis 6 Monate nach Ansaat auf die Keimung zu warten und bei Misserfolg ggf. nachzusäen. Verunkrautet die Fläche in dieser Zeit, war die Vorbereitung vermutlich nicht einwandfrei und es sollte von vorne begonnen oder ein fachgerechter "Schröpfschnitt" durchgeführt werden.

 

Bitte beachte, dass eine Blumenwiese mehrere Jahre Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Wenn im ersten Jahr nach der Ansaat ausschließlich einjährige Pflanzen wachsen, ist dies eine normale Entwicklung. Es kann sein, dass erst im zweiten Jahr nach der Ansaat die mehrjährigen Stauden zur Blüte kommen. Im dritten Jahr nach der Ansaat sollte die Wiese bei korrekter Pflege dauerhaft "funktionieren" und es sollten die ersten ausdauernden Stauden zur Blüte kommen.

 

 

Eine Wiese ist dann dauerhaft, wenn sie richtig gemäht wird, sprich: Ein- bis max. drei Mal pro Jahr (etwa im Juli und Ende Oktober bzw. im zeitigen Frühjahr). Eine Staffelmahd ist anzuraten, also einen Teil mähen, einen anderen Teil etwas länger, oder ein weiteres ganzes Jahr stehen lassen. Das Mähgut sollte nach der Mahd einige Tage liegen bleiben. Danach muss es abgeräumt werden, damit der Boden mager bleibt und nicht durch verrottendes Mähgut Nährstoffe in den Boden gelangen.

 

 

Wozu gibt es den Lebensinseln-Shop?

 

Wir möchten es jedem Einsteiger im Hortus-Netzwerk leichter machen, seinen Hortus oder seine Lebensinsel mit allem auszustatten, was das Naturgarten-Herz begehrt. Und natürlich werden auch "alte Hasen" was finden können. Der Lebensinseln-Shop hat sich spezialisiert auf alle Blumen, Stauden und Gehölze, welche heimisch oder zumindest nützlich für Insekten sind. In der Rubrik Literatur finden sich ausgewählte Fachbücher zum Thema Naturgartengestaltung und Umweltschutz. Unsere Nisthilfen runden das Angebot ab.

 

 

Arbeitet Lebensinseln gewinnorientiert?

 

Nein. Den gesamten Gewinn-Überschuss investiert Lebensinseln in die Lebensinseln-Initiative (www.lebensinseln.org). Wer sich gerne für eine Lebensinsel ehrenamtlich engagieren möchte, wird durch die Einnahmen unterstützt, indem davon Pflanzen, Pflanzensamen, Nisthilfen und andere Materialen finanziert und den Lebensinseln-Paten zur Verfügung gestellt werden. Mehr Infos: info@lebensinseln.org

 

 

Was ist uns wichtig?

 

Hochwertigkeit

Wir möchten, dass im Shop hochwertige Produkte zu finden sind, ohne langes Suchen. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit des Artikelsortiments und empfehlen das "Horteln" gebrauchter und ausrangierter Objekte oder den Selbstbau vor dem Kauf neuer Artikel. Übrigens: Alle unsere Artikel werden in Deutschland gefertigt. 

 

Plastikfreiheit

Uns ist wichtig, dass unsere Produkte regional, fair und nachhaltig produziert werden. Daher versuchen wir, soweit es uns möglich ist, keine Produkte aus Plastik anzubieten. Die Waren werden – sofern auch von Seiten der Hersteller und Inhalte möglich – plastikfrei verpackt. Wir wissen, dass leider nicht alle Hersteller von denen wir aktuell beziehen, plastikfrei verpacken. Wir weisen alle Hersteller auf unser Bestreben der "Zero-Waste-Policy" hin und werden langfristig in unserer gesamten Lieferkette auf Zulieferer umstellen, welche der Policy entsprechen können.

 

Green-Versand

Was im Shop angeboten wird, wird per "GoGreen" oder ähnlichen Angeboten versendet, sofern möglich. Solltest du etwas in deiner Nähe kaufen können, das ohne CO2 Verbrauch zu haben ist, etwa per Fahrrad, bitten wir dich, diese Waren vorziehen!  Du kannst auf der jeweiligen Hersteller-Seite nachsehen, woher die Waren versendet werden. So kann jeder entscheiden, ob der Weg zu ihm zu lange ist und es einen gewünschten Artikel auch näher gibt. Langfristig streben wir für jede Bestellung und Versendung einen eigenen "Energieausgleich" für den Lebensinseln-Shop an, indem wir Aufforstungsprojekte fördern.

 

 

Wieso gibt es hier nichts für die Ertragszone zu kaufen?

 

Gemüsepflänzchen und -saatgut erhältst du am einfachsten bei Ihrem örtlichen Gärtner. Daher haben wir darauf verzichtet, diese Produkte anzubieten.

 

 

Werden für den Shop Spendengelder eingesetzt?

 

Nein. Der Shop wird über eine eigene GmbH betrieben. Spenden werden für den Betrieb des Shops nicht verwendet!

  

 

Wieso sind die Lieferzeiten zum Teil mit so großen Spannen angegeben?

 

Wir beziehen unsere Artikel von mehreren Herstellern. Je nach Hersteller und saisonaler Auslastung können die Lieferzeiten daher leider stark variieren. Wir bitten dich, dies zu entschuldigen und beim Kauf mit einzukalkulieren. Danke!

 

 

Wohin fließt der Gewinn?

 

Alles, was nicht in den Betrieb des Angebots geht, re-investieren wir in das Projekt "Lebensinseln" (www.lebensiseln.org). Der Lebensinseln-Shop hat sich zum Ziel gesetzt, mit einheimischen Pflanzen für naturnahe Gärten wie etwa einem Hortus das Summen in die Landschaft zurück zu bringen. Bei uns findest du Produkte zum Anlegen von Feldgehölzen in Ackerrandstreifen ebenso, wie Saatgut für Blühstreifen. So gestaltest du deinen Garten oder deine Ausgleichsfläche naturnah. Einsteiger im Naturgaren und der Landschaftspflege brauchen sich keine Gedanken darüber machen, welche Pflanzen sie bei uns ordern. Alle Pflanzen sind wegen ihrer Regionalität pflegeleicht und wachsen mit dem richtigen Untergrund auch "unkrautfrei" bzw. wie der Gärtner sagen würde "ohne unerwünschte Beikräuter". Alles, was du bei uns bestellst, nützt der einheimischen Natur. Wir vermeiden bewusst nicht heimische Pflanzen und alles, was Bienen und anderen Insekten sowie Säugetieren und Vögeln hierzulande keinen Nutzen bringt. ACHTUNG: Stauden sind zum Teil zwar heimisch aber nicht regional. Bitte daher bei der Ausbringung im Freiland auf das autochthone Saatgut von Rieger-Hofmann zurückgreifen. Danke!

 

 

Wieso sind manche Produkte hier etwas teuerer, als direkt beim Hersteller?

 

Unsere Preise können zum Teil einen Tick höher sein, als bei einer Bestellung direkt beim Hersteller. Woran liegt das? Der Lebensinseln-Shop stellt nützliche Produkte verschiedener Hersteller zusammen. Jeder Versand wird uns einzeln berechnet. Um nicht für jeden Hersteller separat Versandkosten berechnen zu müssen, nehmen wir einige Produkte bei uns auf Lager. Andere Produkte sind etwas teurer, um eine Differenz zwischen Ausgaben für den Versand ab Hersteller und Einnahmen ausgleichen zu können. Die etwas höheren Preise ermöglichen uns somit den Betrieb des Online-Shops und du profitierst, da dir nur einmalig Versandkosten berechnet werden, auch, wenn du mehrere Sendungen erhältst. Sollte ein Überschuss generiert werden, geht dieser, wie oben bereits beschrieben, in die Förderung naturnaher Flächen. Mit jeder Bestellung förderst du also zusätzlich ein Stückchen Natur – bei dir ganz privat und darüber hinaus! Mehr unter: www.lebensinseln.org.

  

 

Hilfe! Meine Bestellung ist unvollständig. Wieso?

 

Da unsere Produkte von verschiedenen Herstellern geliefert werden kann es vorkommen, dass manche Produkte eher eintreffen, als andere. Keine Sorge also, wenn etwas fehlt. Wir versenden häufig in mehreren Paketen. Das Eintreffen der verschiedenen Sendungen kann daher zum Teil mehrere Wochen weit auseinander liegen. Vielen Dank für dein Verständnis!

 

 

Meine Pflanzen wurden bei der Lieferung beschädigt. Könnt ihr nicht besser aufpassen?!

 

Leider erhalten wir manchmal Beschwerden bei der Bestellung "lebender Pflanzen". Unser Lieferant ist ein sehr großer Hersteller für Bäume, Sträucher und Stauden. Dort werden täglich mehrere hundert Pakete versendet. Konkurrenzfähige / günstige Preise im Versand wirken sich mit unter leider auf Lieferdienst-Mitarbeiter aus. Manchmal werden dann Pakete nicht so behandelt, wie man sich das wünscht oder erwartet und die größte Verpackungskunst hilft manchmal nicht, dass Pflanzen nicht recht "mitgenommen" oder sogar beschädigt ankommen.

Das Gute: Entgegen toter Ware sind die Pflanzen meist in der Lage, sich zu erholen. Bitte nimm es uns uns nicht all zu übel, wenn die Pflanzen bei ihrer Ankunft so aussehen, als würden sie nicht mehr wachsen. Bitte pflanze sie zunächst ein, wässere sie einige Wochen lang und beobachte, ob sie gut anwachsen und sich erholen. Wenn nach vier Wochen Pflanzen tatsächlich nicht mehr wachsen, schreiben wir dir den Kaufbetrag gerne gut. Bitte fotografiere und dokumentiere ab Lieferung die Beschädigungen an Verpackungsmaterial / Pflanze(n) für deine Reklamation mit Fotos. Danke!

 

 

Wieso gibt es bei euch kein Bio-Saatgut?

 

Bei Rieger-Hofmann liegt die Priorität auf artenreiche gebietsheimische Mischungen. Der Einsatz von Pestiziden ist nicht bei allen Arten vermeidbar, speziell sehr pilzanfällige Arten lassen sich nicht gänzlich ohne Behandlung anbauen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erfolgt, wenn überhaupt, natürlich in so geringen Mengen wie irgendwie möglich. Dies ist alleine nötig, um die zwingend erforderliche Bestäuberleistung von Wildblumen nicht zu beeinträchtigen. Erst durch die Bestäuberleistung kommt es ja überhaupt zur Samenproduktion. Das Haupteinsatz gegen Unkraut auf dem Feld erfolgt durch Menschen mit Haken, die unermüdlich die Reihen ablaufen oder durch mechanische Bearbeitung. Manche Zuliefererbetriebe produzieren auch in Bio-Qualität. Da verschiedene Saaten in Mischungen zusammengestellt werden, also biologisch und konventionell produzierte Samen, kann keine Bio-Zertifizierung erfolgen.

 

 

Können Sie mir eine Saatgutmischung empfehlen, die gar keine giftigen Pflanzen enthält?

 

Den Wunsch nach „nicht giftigen Pflanzen“ hören wir oft und dies ist darstellbar, doch sind unsere Mischungen nicht darauf ausgerichtet. Das Saatgut im Lebensinseln-Shop zielt auf die Mehrung der Vielfalt und bildet Pflanzengemeinschaften intakter Naturwiesen ab. Da sind auch mal giftige Pflanzen mit bei. Doch giftig heißt nicht gleich tödlich. Aber schauen wir uns das genauer an ...

 

Viele heimische Pflanzen sind zum Teil leicht giftig und können beim Verzehr Unwohlsein und weitere Symptome auslösen, im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen. Viele Zwiebelpflanzen, wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Co. zum Beispiel. Wer viel in der Natur unterwegs ist oder selbst Kräuter sammelt oder Pilze, weiß über Gefahren Bescheid. Trotzdem sind häufig giftige Pflanzen in unseren Gärten zu finden von denen wir gar nicht wissen, dass sie giftig sind. Es sind sogar die Blätter der Kirsche giftig, was nur wenige wissen, denn die Kinder essen dann ja doch das Obst und nicht die Blätter. 😉

 

Von vielen Pflanzen müsste man jedoch Mengen verzehren, um daran zu sterben. Ausnahmen sind etwa der Eisenhut, Roter Fingerhut, Aronstab, Jakobs Kreuzkraut, Pfaffenhütchen, u. A. Hier lohnt sich eine Recherche einzelner Pflanzen, um sicher zu gehen. Gerne können Sie uns auch gezielt Fragen, wenn Sie unsicher sind.

 

Wichtig ist: Nicht alle Pflanzen sind für jeden Mensch in gleicher Weise giftig / unverträglich und auch bei Tieren gibt es große Unterschiede zwecks Unverträglichkeiten. Häufig macht die Menge das Gift. In der Regel, wenn man nicht gerade eine Weide für Pferde anlegen möchte oder Kinder bzw. Haustiere hat, die alles anknabbern, ist Panik fehl am Platz. Dennoch ist Vorsicht geboten und können wir ausdrücklich keine Unbedenklichkeits-Garantie geben.

 

 

Was wir empfehlen können, für alle, die auf Nummer Sicher gehen möchten sind folgende Mischungen: Der „Schmetterlings- und Wildbienensaum“, die „Fettwiese / Frischwiese“ und der „Blumenrasen / Kräuterrasen“.😊 Bei allen anderen Mischungen, Stauden und Gehölzen im Shop empfehlen wir ein genaues Studium zu Verträglichkeit, um über den Einsatz im heimischen Garten zu entscheiden.