Wild-Rosen

Wildrosen für die Puffer-Zone

 

Es gibt eine Menge einheimischer Wildrosen. Eine Auswahl der wichtigsten in Deutschland oder Europa heimischen Rosen für die Gestaltung von Hortus und Naturgarten haben wir hier zusammengestellt. Ungefüllt blühende Sorten sind am wertvollsten für Wildbienen. Sie bringen natürlich auch Vögeln im Winter Futter durch ihre Hegebutten.

 

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Apfelrose

Rosa villosa

 

Die Blättchen sind elliptisch, länglich, 3 bis 5 cm lang, oben graugrün und behaart, unten filzig und drüsig, sowie etwas harzig duftend. Die Blüten sind rosa, bis 5 cm groß, einfach und sitzen zu 1 bis 3 zusammen. Die Früchte sind kugelig, länglich, bis 2,5 cm dick, dunkelrot und borstig. Die Früchte sind in der Küche verwendbar. Die im Orient und Teilen Europas beheimatete Wildrose erreicht eine Höhe von 150 bis 200 cm. Die Rose ist auch unter dem Synonym Rosa pomifera bekannt.

 

Detaillierte Pflanzenbeschreibung:

Die hauptsächlich in den Gebirgsregionen Europas beheimatete Apfelrose bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen, kalkhaltigen Standort. Durch gezielten Anbau wegen der großen Hagebutten ist die Rose inzwischen auch in flacheren Gegenden vertreten. Die Apfelrose eignet sich sehr gut als Zierstrauch und Vogelnährgehölz, wegen der leichten Ausläuferbildung ist sie u.a. auch zur Bodenbefestigung und zur Befestigung von Hängen gut einsetzbar.

 

Den Vögeln bietet Rosa villosa nicht nur Nahrung in der kalten Jahreszeit, sondern auch einen relativ sicheren Nistplatz. Den zahlreichen Bienen und anderen Insekten dienen die ungefüllten Blüten als Nahrungsquelle. Die fleischigen Hagebutten der Apfelrose lassen sich sehr gut zu Marmelade verarbeiten.

 

Die Hagebutten der Apfelrose sind relativ groß und erinnern an kleine Äpfel. Daher leitet sich vermutlich der deutsche Name der Apfelrose ab. Der botanische Artname „villosa“ steht für zottig/behaart und bezieht sich auf das grau-grüne Laub, welches oberseits behaart und unterseits filzig und drüsig ist.

 

Wuchshöhe: bis 200cm

Blüte: Juli

Boden: kalkhaltig, locker

Standort: sonnig bis halbschattig

9,50 €

  • 1 kg
  • leider ausverkauft

Blaue Hechtrose

Rosa glauca

 

Typische Merkmale dieser Pflanze sind das bläuliche Blatt, die einfachen rosa Blüten im Juni und die roten länglichen Hagebutten im Herbst.

Diese einheimische, sommergrüne Wildrose erreicht eine Höhe von 2 bis 3 m, geeignet ist sie für Knick, Landschafts- und größere Gartenbepflanzung. Man findet diese Rose in der Literatur auch unter Rosa rubrifolia.

 

Detaillierte Pflanzenbeschreibung:

Die blaue Hechtrose ist in Mittel- und Südeuropa verbreitet anzutreffen. Bis in Höhenlagen von 1800 Meter ist diese Wildrose vertreten, in Norddeutschland dagegen ist sie eher selten zu finden. Durch ihre besondere Blattfarbe ist die Rose, nicht nur zur Zeit der Blüte, eine attraktive Zierpflanze für den Garten. Auch als Vogel- und Bienennährgehölz ist die blaue Hechtrose gut zu verwenden. An den Boden stellt sie keine besonderen Ansprüche, nur sehr lehmige oder nasse Böden werden nicht vertragen. Der Standort sollte, wie bei fast allen Rosen, sonnig sein.

Die ungefüllten Blüten im Frühjahr stellen eine gute Nahrungsquelle für einige Insektenarten dar. Den Vögeln bietet diese Wildrose einen sicheren Nistplatz und im Herbst dann auch noch Nahrung in Form von Hagebutten. Theoretisch sind die Hagebutten der blauen Hechtrose auch zur Verarbeitung in der Küche geeignet, allerdings finden hier überwiegend die Früchte der Hunds-, Vitamin-, und Apfelrose Verwendung.

Der botanische Name Rosa glauca gibt einen Hinweis auf die bläulichen Blätter der Pflanze, der frühere Name rubrifolia bedeutet rotblättrig, dieses ist die Pflanze zur Zeit des Laubaustriebs.

 

Wuchshöhe: 200cm-300cm

Blüte: Juni-Juli

Boden: keine besonderen Ansprüche, nicht zu nass und lehmig

Standort: sonnig bis halbschattig

8,25 €

  • 1 kg
  • verfügbar
  • 1 - 3 Wochen1

Essigrose

Rosa gallica

 

Die Essigrose ist in Mittel- und Südeuropa heimisch, kommt in der freien Natur aber nur noch selten vor. Rosa gallica blüht im Juni mit einer dunkelrosa bis hellroten, ca. 5 cm großen einfachen Blüte und verströmt einen angenehmen Duft. Die roten Hagebutten sind relativ kugelig und mit Borsten versehen.

Sie treibt sehr stark unterirdische Ausläufer und wird 100 bis 150 cm hoch. Sie liebt warme, trockene Standort in voller Sonne. Rosa gallica ist schon von alters her Rohstofflieferant für Rosenöl, Rosenessig und Parfüm, sowie für die Naturheilkunde unentbehrlich. Ferner sind aus Kreuzungen mit  Rosa gallica sehr viele Sorten entstanden. Zu nennen wären Versicolor, Complicta, Charles de Mills und die Apotherrose Rosa gallica Officinalis.

 

Detaillierte Pflanzenbeschreibung:

Die Essigrose ist sehr vielseitig einsetzbar. Durch Ihre Neigung Ausläufer zu bilden ist sie zur Boden- und Hangbefestigung sehr gut geeignet. Sie eignet sich auch ganz hervorragend für großflächige Bepflanzungen und als Straßenbegleitgrün. Die seit Jahrhunderten kultivierte Essigrose bildet die Grundlage vieler heutiger Rosensorten.

Aufgrund des Ölgehalts der Blütenblätter wird die Essigrose  schon seit dem 13. Jahrhundert  überwiegend in Frankreich angebaut. Hier gilt die Stadt Provins als Hauptanbaugebiet. Auch für die Fauna ist die Essigrose dank Ihrer Blüten und Hagebutten eine wichtige Nahrungsquelle.

Da die sehr aromatischen Blütenblätter dieser Rose gut für die Herstellung von Rosenessig geeignet sind erklärt dies den deutschen Namen dieser Wildrose. Der botanische Name gallica bezieht sich auf die großen Vorkommen dieser Rose in Frankreich. Die Essigrose kommt ursprünglich aus Kleinasien und wurde wohl von Kreuzrittern im Mittelalter nach Frankreich eingeführt. Vor allem im Ort Provins (südöstlich von Paris) wurde diese Rose über einige Jahrhunderte intensiv angebaut, um Rosenöl zu gewinnen. Aber auch aus der Züchtung ist Rosa gallica nicht wegzudenken. Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert entstanden eine Vielzahl von neuen Rosensorten, bei denen Rosa gallica mit eingekreuzt wurde.

 

Wuchshöhe: 100cm-150cm

Blüte: Juni-Juli

Boden: keine besonderen Ansprüche

Standort: volle Sonne, warm, trocken

7,95 €

  • 1 kg
  • leider ausverkauft

Filzrose

Rosa tomentosa

 

Die heimische Wild Rose Rose tomentosa ist eine wertvolle Nahrungsquelle für unsere Insekten und Vögel. Für bis zu 10 Wildbienenarten und über 100 weiteren Insektenarten ist die im Juli erscheinende Blüte eine wertvolle Quelle für Nektar und Pollen. Die Hagebutten dienen der Vogelwelt bis weit in den Winter hinein als Futterspender. Die Filzrose bietet mit ihren stachelbewährten  Trieben, den Vögeln zusätzlich Nistplatz und Schutz vor Fressfeinden. Der Name Filzrose bezieht sich bei Rosa tomentosa auf ihre hellen, stumpfgrünen Blätter. Die Ober- und Unterseite der gefiederten Blätter sind flaumig bis filzig behaart. Die Strauchrose Rosa tomentosa wächst breitbuschig, gedrungen mit kräftigen, bestachelten Trieben zu einer Höhe von 1,50m und einer Breite von 1,20m. Die duftende blassrosa Blüte erscheint im Juni, im verblühen werden die bis zu 3 bis 5 cm großen Schalenblüten weiß. Schließlich wachsen die 1,5 cm großen Hagebutten aus den Blüten. Die tiefroten,  oval kugeligen, leicht nach Harz duftenden, Hagebutten schmücken die Rosa tomentosa bis weit in den Winter hinein.

 

An einem sonnigen bis halbschattigen trockenwarmen Platz wird die Filzrose sich bald heimisch fühlen und gut gedeihen. Der Boden sollte kalkhaltig, neutral, locker und tiefgründig sein. In der Natur kommt Rosa tomentosa an Waldrändern, in Hecken und Gebüschen vor. Sie ist allerdings in Mittel- und Westeuropa nur sehr zerstreut anzutreffen. In den südlichen Ländern Europas kommt sie etwas häufiger vor. Verwendung findet die Filzrose in Mischpflanzungen und Hecken. Die Wildrose Rosa tomentosa wird durch Aussaat vermehrt und sollte in keinem naturnahen Garten fehlen.

 

Wuchshöhe: 150cm

Blüte: Juli

Boden: kalkhaltig, locker

Standort: sonnig bis halbschattig

4,45 €

  • 1 kg
  • leider ausverkauft

Weinrose / Schottische Zaunrose

Rosa rubiginosa

 

Das 5 bis 7 gefiederte Laub duftet angenehm nach Äpfeln, die Blüte erscheint im Juni in einem hellem Karminrosa, die Früchte erscheinen ab September als eiförmige, scharlachrote Hagebutte Durch die sehr zahlreichen, etwas hakenförmigen Stacheln bildet diese heimische Rose undurchdringliche Sträucher.

 

Detaillierte Pflanzenbeschreibung:

Die wärmeliebende schottische Zaunrose ist in fast ganz Mitteleuropa heimisch. Sie ist bis in Höhenlagen von ca. 1200 Meter zu finden, dafür ist sie allerdings in Norddeutschland kaum verbreitet. Sie benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen kalk- und nährstoffreichen Boden. Das Pioniergehölz bildet undurchdringliche Hecken und kann auch als Verkehrsbegleitgrün eingesetzt werden. Wie alle Wildrosen ist auch die schottische Zaunrose als Vogel- und Bienennährgehölz verwendbar.

Für den naturnahen Garten ist diese reichfruchtende Rose besonders gut geeignet. Sie dient zahlreichen Insekten und Vogelarten als Nahrungsquelle.  Aus den Kernen der Hagebutte wird das begehrte Rosenöl hergestellt, vor allen Dingen in der Kosmetikindustrie findet es vielseitige Verwendung.

Vermutlich hatten auch die Gebrüder Grimm die Stacheln der schottischen Zaunrose vor Augen als sie das Märchen von Dornröschen verfassten.  Sie gehört aufgrund ihrer zahlreichen, hakenartigen Stacheln zu den wohl wehrhaftesten Wildrosen Europas. Pflanzt man Rosa rubiginosa als dichte Hecke, ist kein „durchkommen“ mehr möglich.

 

Wuchshöhe: 250cm-350cm

Blüte: Juni-Juli

Boden: kalkhaltig, nährstoffreich

Standort: sonnig bis halbschattig

4,45 €

  • 1 kg
  • verfügbar
  • 1 - 3 Wochen1

Zimt-Rose

Rosa majalis

 

Diese sehr seltene Wildrose erscheint erblüht schon im Mai mit rosa bis karminroten Blüten. Zum Herbst bilden sich flachkugelige, bis 1 cm dicke Hagebutten mit dunkelroter Färbung. Der Name Zimtrose leitet sich von der rot-braunen Färbung der jüngeren Triebe ab.

Diese bis 150 cm hohe, durch Aussaat vermehrte Wildrose, die von Skandinavien bis West-Sibirien beheimatet ist, wächst auch gerne an etwas feuchteren Standorten. Rosa majalis neigt dazu, Ausläufer zu bilden und kann somit sehr gut zur Bepflanzung von Wällen und Böschungen eingesetzt werden.

 

Detaillierte Pflanzenbeschreibung:

Weil die Zimtrose schon seit Jahrhunderten kultiviert wird, ist die ursprüngliche Heimat kaum noch genau festzustellen; auffällig ist allerdings das sie im Westen und nördlich der Mittelgebirge sehr selten zu finden ist. Im Gegensatz zu allen anderen Wildrosen kann die Zimtrose auch an einem halbschattigen Standort gut Fuß fassen. Gut verwendbar ist diese Pflanze neben den schon erwähnten Einsatzgebieten auch als Vogelnähr- und Schutzgehölz und natürlich als Zierstrauch. Rosa majalis bildet relativ viele Ausläufer und ist daher in der Lage Böschungen und Wälle vor Erosion zu schützen.

Im Frühjahr dienen die ungefüllten Blüten den Insekten als Nahrungsquelle. Die Hagebutten im Herbst werden sehr gerne von Vögeln und Kleinsäugern als Nahrung angenommen. Die Tiere sorgen so für die Verbreitung des Samens der Zimtrose.  Als Nistplatz ist diese Wildrose auch sehr beliebt.

Die Zimtrose wird in einigen Regionen auch als Mairose bezeichnet, daher  kann man davon ausgehen, dass der botanische Name sich auf die frühe Blüte im Mai bezieht. Auffallend ist der schöne rote bis braunrote (einjährige) Trieb, der meist mit vielen hakenförmigen Stacheln besetzt ist.

 

Wuchshöhe: bis 150cm

Blüte: Mai-Juli

Boden: feucht, humös

Standort: halbschattig

4,45 €

  • 1 kg
  • verfügbar
  • 1 - 3 Wochen1